Nasennebenhöhlenentzündung
Entzündung der Nasennebenhöhlen — sie kann akut oder chronisch verlaufen und wird je nach Form unterschiedlich behandelt.
Doç. Dr. Osman Halit Çam
HNO und Kopf-Hals-Chirurgie · Üsküdar, İstanbul
Nasennebenhöhlenentzündung — Klinikvideo
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Eine Sinusitis ist eine Entzündung der Nasennebenhöhlen in den Gesichtsknochen. Eine akute Sinusitis (kürzer als 4 Wochen) wird häufig mit unterstützenden Maßnahmen behandelt, eine chronische Sinusitis (länger als 12 Wochen) medikamentös und bei Bedarf durch einen endoskopischen Eingriff.
- Art
- Medikamentös + chirurgisch
- Dauer
- 1-2 Stunden (Operation)
- Anästhesie
- Vollnarkose (Operation)
- Stationärer Aufenthalt
- Entlassung am selben Tag oder 1 Übernachtung
- Heilung
- 1-2 Wochen
Zusammenfassung: Eine Sinusitis ist eine Entzündung der Schleimhaut, die die Nasennebenhöhlen in den Gesichts- und Schädelknochen auskleidet. Akute und chronische Formen werden anhand der Dauer, des Beschwerdeverlaufs und der Untersuchungsbefunde gemeinsam unterschieden. Nicht jede Sinusitis erfordert Antibiotika. Bei chronischen Beschwerden können strukturelle und entzündliche Faktoren zusammenwirken; die Entscheidung über die Behandlung beruht auf einer individuellen Beurteilung.
Da eine Sinusitis sowohl die Nasen- als auch die Nasennebenhöhlenschleimhaut betreffen kann, wird sie auch als Rhinosinusitis bezeichnet. Eine Schwellung der Schleimhaut kann den natürlichen Sekretabfluss beeinträchtigen und mit Beschwerden wie einer verstopften Nase, Nasenausfluss, Druck im Gesicht und Veränderungen des Geruchssinns einhergehen. Diese Beschwerden allein weisen weder auf eine bestimmte Ursache noch auf eine bestimmte Form der Sinusitis hin.
Wie werden akute und chronische Sinusitis unterschieden?
Akute und chronische Sinusitis werden nicht allein anhand der Symptome unterschieden. Die Dauer und der Verlauf der Beschwerden, die Untersuchungsbefunde sowie gegebenenfalls weitere Untersuchungsergebnisse werden gemeinsam beurteilt. Nach der Einteilung von MedlinePlus dauert eine akute Sinusitis kürzer als 4 Wochen, eine chronische länger als 12 Wochen. Der Zeitraum dazwischen wird als subakut bezeichnet; diese Zeitangaben allein erlauben keine Diagnose.
Die Dauer ist einer der Aspekte, die ärztlich beurteilt werden. Ebenso wichtig sind wiederkehrende Beschwerden, die Frage, ob sie zwischenzeitlich vollständig abklingen, die Befunde im Naseninneren und begleitende Erkrankungen oder Umstände. Die Form der Sinusitis oder den Behandlungsbedarf allein anhand des Kalenders selbst zu bestimmen, ist nicht angemessen.
| Beurteilungsaspekt | Mögliche ärztliche Beurteilung bei akutem Verlauf | Mögliche ärztliche Beurteilung bei chronischem Verlauf |
|---|---|---|
| Dauer | Verlauf kürzer als 4 Wochen | Verlauf länger als 12 Wochen |
| Möglicher Hintergrund | Vorgänge im Zusammenhang mit einer Virusinfektion oder andere Ursachen | Anhaltende Entzündung, veränderter Sekretabfluss und strukturelle Faktoren |
| Beschwerdeverlauf | Neu aufgetretene oder sich im Laufe der Zeit verändernde Beschwerden | Anhaltende oder schwankende Beschwerden |
| Beurteilung anatomischer Strukturen | Je nach klinischer Notwendigkeit möglich | Nasenscheidewand, Polypen und Nasenmuscheln können gemeinsam untersucht werden |
| Behandlungsansatz | Wird anhand der Ursache, der Untersuchung und individueller Merkmale festgelegt | Zugrunde liegende Faktoren werden gemeinsam berücksichtigt |
| Entscheidung über Antibiotika | Die Möglichkeit eines bakteriellen Geschehens wird ärztlich beurteilt | Nicht bei jedem chronischen Verlauf routinemäßig erforderlich |
| Beurteilung einer Operation | Kein übliches Vorgehen; wird bei besonderen Umständen erwogen | Kann bei ausgewählten Patienten unter Abwägung von Nutzen und Risiken erwogen werden |
Diese Tabelle darf nicht zur Selbstdiagnose oder zur eigenständigen Auswahl einer Behandlung verwendet werden. Innerhalb desselben Zeitraums können unterschiedliche Ursachen ähnliche Beschwerden hervorrufen; die Unterscheidung erfolgt ärztlich anhand der Untersuchung und weiterer für erforderlich gehaltener Untersuchungen.
Welche Symptome treten bei einer Sinusitis auf?
Bei einer Sinusitis können eine verstopfte Nase, Nasenausfluss oder in den Rachen abfließendes Sekret, Druck im Gesicht und ein vermindertes Geruchsvermögen auftreten. Einzelne oder mehrere dieser Beschwerden können jedoch auch mit anderen Erkrankungen der oberen Atemwege, Allergien, Zahnproblemen oder Veränderungen im Naseninneren zusammenhängen. Die Bedeutung der Symptome wird im Zusammenhang mit ihrer Dauer und den Untersuchungsbefunden beurteilt.
Mögliche Beschwerden sind:
- Gesichtsschmerzen und Druckgefühl: Diese können an der Stirn, um die Augen oder an den Wangen spürbar sein; Ort und Stärke unterscheiden sich von Person zu Person.
- Nasenausfluss: Das Sekret kann klar, gelb oder grünlich sein. Seine Farbe allein ist kein Nachweis einer bakteriellen Infektion.
- Sekretfluss in den Rachen: Dieser kann mit einem Schleimgefühl im Rachen, Stimmveränderungen oder Husten einhergehen.
- Veränderungen des Geruchs- und Geschmackssinns: Sie können mit Schwellungen im Naseninneren und einer verminderten Luftpassage zusammenhängen.
- Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit oder Fieber: Diese können auch bei anderen Infektionen und entzündlichen Erkrankungen auftreten.
- Zahnschmerzen: Insbesondere bei einseitigen Beschwerden kann eine gemeinsame Beurteilung der Zähne und Nasennebenhöhlen erforderlich sein; Zahnschmerzen allein bedeuten nicht, dass eine von den Zähnen ausgehende Sinusitis vorliegt.
Auch eine Veränderung der Beschwerden beim Vorbeugen erlaubt für sich genommen keine Diagnose. Zur Vorbereitung auf die Untersuchung kann es hilfreich sein, den Beginn und Verlauf der Beschwerden, ihr ein- oder beidseitiges Auftreten sowie die verwendeten Medikamente zu notieren. Solche Aufzeichnungen sind kein Screening- oder Messverfahren.
Viral oder bakteriell? Sind bei jeder Sinusitis Antibiotika erforderlich?
Nicht jede akute Sinusitis wird mit Antibiotika behandelt. Da virale und bakterielle Vorgänge ähnliche Beschwerden auslösen können, lässt sich die Unterscheidung nicht anhand eines einzelnen Merkmals wie Sekretfarbe, Schmerzen oder Fieber treffen. Das gesamte Beschwerdebild, seine zeitliche Entwicklung, die Untersuchungsbefunde und der individuelle Gesundheitszustand werden ärztlich gemeinsam beurteilt.
Virale Infektionen der oberen Atemwege können mit Beschwerden der Nasennebenhöhlen einhergehen. Ob ein bakterielles Geschehen vorliegt, lässt sich jedoch nicht durch einen selbst durchführbaren Test zu Hause feststellen. Insbesondere länger anhaltende Beschwerden oder Symptome, die zunächst nachlassen und anschließend wieder stärker werden, müssen unter Berücksichtigung verschiedener möglicher Ursachen eingeordnet werden.
Ein unnötiger Einsatz von Antibiotika kann zu Nebenwirkungen und zur Entwicklung antimikrobieller Resistenzen beitragen. Auch wenn ein Antibiotikum für erforderlich gehalten wird, muss die Entscheidung über Beginn, Wechsel oder Absetzen ärztlich getroffen werden. Dass ein früher verordnetes Medikament noch zu Hause vorhanden ist, bedeutet nicht, dass es bei neuen Beschwerden ebenfalls geeignet ist.
Unterstützende Maßnahmen zu Hause
Unterstützende Maßnahmen zu Hause ersetzen weder eine ärztliche Untersuchung noch eine objektive Beurteilung oder eine ärztlich festgelegte Behandlung. Sie sollen das Wohlbefinden unterstützen, sofern sie für den individuellen Gesundheitszustand als geeignet beurteilt werden. Ob eine Anwendung geeignet ist, kann von Person zu Person unterschiedlich sein; dies gilt auch für Nasenspülprodukte, Dampf und rezeptfreie Medikamente. Konkrete Anwendungsanleitungen sollten daher nicht gegeben werden.
- Salzhaltige Produkte: Sie können zur Befeuchtung der Nasenschleimhaut eingesetzt werden. Zur Auswahl des Produkts und zur Anwendung sollte ärztlicher oder pharmazeutischer Rat eingeholt werden.
- Dampf: Er kann vorübergehend als lindernd empfunden werden; da heiße Anwendungen Verbrennungen verursachen können, sollten sie nicht als Behandlungsmethode betrachtet werden.
- Flüssigkeitszufuhr und Ruhe: Sie können das allgemeine Wohlbefinden unterstützen. Es darf jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass sie die Ursache einer Sinusitis beseitigen.
- Tabakrauch meiden: Rauch kann Beschwerden an der Nasen- und Nasennebenhöhlenschleimhaut beeinflussen.
- Abschwellende Präparate: Sie sind nicht für jeden geeignet, und eine falsche Anwendung kann die Nasenverstopfung verstärken. Zur Entscheidung über die Anwendung, ihre Dauer und Änderungen sollte ärztlicher oder pharmazeutischer Rat eingeholt werden.
Zu Hause beobachtete Veränderungen sind kein diagnostischer Test. Rezeptpflichtige oder rezeptfreie Medikamente, Nasensprays und andere Behandlungen dürfen ohne ärztliche Rücksprache weder begonnen noch reduziert, geändert oder abgesetzt werden.
Medikamentöse Behandlung
Die medikamentöse Behandlung einer Sinusitis richtet sich neben der Einteilung in akut oder chronisch nach den möglichen Ursachen, Begleiterkrankungen, anderen verwendeten Medikamenten und den Untersuchungsbefunden. Salzhaltige Produkte, Nasensprays, Schmerzmittel, Kortikosteroide oder Antibiotika sind nicht für alle Patienten gleichermaßen geeignet; die Verordnung muss individuell erfolgen.
Das Vorgehen bei akuten Beschwerden beruht auf der ärztlichen Beurteilung, ob ein virales oder bakterielles Geschehen vorliegen könnte. Bei chronischen Beschwerden können mehrere Aspekte wie Allergien, Asthma, Reflux, Entzündungen im Naseninneren und anatomische Merkmale gemeinsam berücksichtigt werden. Wie diese Faktoren zusammenhängen und welche klinische Bedeutung sie haben, ist nicht bei allen Menschen gleich.
Für die medikamentöse Behandlung gelten folgende grundlegende Sicherheitsprinzipien:
- Rezeptpflichtige Medikamente werden ohne ärztliche Rücksprache weder begonnen noch abgesetzt.
- Dosierung, Anwendungsdauer und Art der Anwendung werden individuell festgelegt.
- Medikamente, die einer anderen Person verordnet wurden, werden nicht verwendet.
- Bei Verdacht auf Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen werden Medikamente nicht eigenständig geändert.
- Es wird nicht davon ausgegangen, dass eine früher hilfreiche Behandlung bei einer erneuten Erkrankungsphase ebenfalls geeignet ist.
Eine chronische Sinusitis lässt sich möglicherweise nicht allein durch eine Infektion erklären. Daher kann nicht behauptet werden, dass ein Antibiotikum, ein Spray oder ein anderes Medikament allein alle möglichen Ursachen beseitigt. Der Behandlungsverlauf hängt von der jeweiligen Person, den zugrunde liegenden Faktoren und dem klinischen Ansprechen ab.
Strukturelle Ursachen bei chronischer Sinusitis
Bei einer chronischen Sinusitis können anhaltende Entzündungen, Veränderungen des natürlichen Sekretabflusses, Umwelteinflüsse und die individuelle Veranlagung gemeinsam beurteilt werden. Eine Nasenscheidewandverkrümmung, Nasenpolypen oder vergrößerte Nasenmuscheln können bei manchen Menschen begleitend vorliegen. Der Nachweis einer dieser Veränderungen belegt jedoch für sich genommen weder die Ursache der Beschwerden noch die unmittelbare Notwendigkeit einer Operation.
- Nasenscheidewandverkrümmung: Die Form der Nasenscheidewand kann mit der Luftpassage und dem Sekretabfluss aus den Nasennebenhöhlen zusammenhängen. Eine Septumplastik kann bei geeigneten Patienten gesondert beurteilt werden; ein bestimmtes oder dauerhaftes Ergebnis wird damit jedoch nicht versprochen.
- Nasenpolypen: Dabei handelt es sich um weiche Gewebewucherungen, die von der Nasen- und Nasennebenhöhlenschleimhaut ausgehen. Die Grundlagen der Diagnostik und Beurteilung werden auf der Seite zu Nasenpolypen erläutert.
- Vergrößerte Nasenmuscheln: Das Volumen der Nasenmuscheln kann die Luftpassage beeinflussen. Die Beurteilung dieser Strukturen wird auf der Seite zur Nasenmuschelvergrößerung behandelt.
Wird eine strukturelle Veränderung festgestellt, wird ihr Zusammenhang mit den Beschwerden ärztlich beurteilt. Daraus ergibt sich nicht automatisch eine medikamentöse oder chirurgische Behandlung; erwarteter Nutzen, Grenzen, individuelle Risiken und Alternativen werden gemeinsam abgewogen. Auch nach einer Operation kann der Verlauf der zugrunde liegenden chronischen Entzündung von Person zu Person unterschiedlich sein.
Für wen kommt eine endoskopische Nasennebenhöhlenoperation (FESS) infrage?
Die funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie (FESS) ist kein Routineverfahren für alle Menschen mit chronischer Sinusitis. Sie kann bei ausgewählten Patienten infrage kommen, nachdem das Ansprechen auf die medikamentöse Behandlung, die endoskopische Untersuchung, bildgebende Befunde, das Vorliegen von Polypen oder anderen strukturellen Veränderungen sowie die Auswirkungen der Beschwerden auf den Alltag gemeinsam beurteilt wurden.
Ziel der Operation ist es, bei geeigneten Patienten durch einen Eingriff an den natürlichen Öffnungen der Nasennebenhöhlen und am erkrankten Gewebe die Bedingungen für Belüftung und Sekretabfluss zu verbessern. Die Ergebnisse unterscheiden sich jedoch von Person zu Person; eine Operation garantiert nicht, dass sämtliche Ursachen einer chronischen Sinusitis beseitigt werden. Neben dem erwarteten Nutzen bestehen auch operations- und narkosespezifische Risiken.
Bei der Beurteilung, ob eine Operation infrage kommt, können folgende Aspekte gemeinsam geprüft werden:
- Verlauf der Beschwerden und ihre Auswirkungen auf den Alltag
- Klinisches Ansprechen auf bisherige Behandlungen
- Befunde der endoskopischen Untersuchung
- Übereinstimmung der bildgebenden Befunde mit den Symptomen
- Polypen oder begleitende strukturelle Veränderungen
- Individuelle gesundheitliche Merkmale und Operationsrisiken
Ob nach der Operation Medikamente oder Nasenpräparate eingesetzt werden, wie sie anzuwenden sind und wie die Nachsorge gestaltet wird, wird ärztlich und individuell festgelegt. Bereits verordnete Behandlungen dürfen ohne Rücksprache weder abgesetzt noch reduziert oder geändert werden.
Die Ballonsinuplastik ist ein anderes Verfahren, das auf die Erweiterung bestimmter Nasennebenhöhlenöffnungen abzielt. Sie ist nicht für alle Patienten oder für jeden Bereich der Nasennebenhöhlen geeignet. Möglicher Nutzen, Grenzen und eingriffsspezifische Risiken werden anhand der endoskopischen und radiologischen Beurteilung erörtert; für keines der Verfahren kann ein bestimmtes Ergebnis zugesichert werden.
Sinusitis bei Kindern und der Zusammenhang mit der Rachenmandel
Die Anatomie der Nase und Nasennebenhöhlen unterscheidet sich bei Kindern von derjenigen Erwachsener. Deshalb dürfen Symptome nicht unmittelbar anhand der Kriterien für Erwachsene beurteilt werden. Virale Infektionen, Allergien, eine vergrößerte Rachenmandel und andere Faktoren können mit ähnlichen Beschwerden einhergehen. Beobachtungen der Eltern erlauben keine Diagnose; der Allgemeinzustand des Kindes und die Untersuchungsbefunde werden ärztlich gemeinsam beurteilt.
Die Rachenmandel ist Gewebe des Immunsystems hinter der Nase. Ihre Größe oder eine Entzündung dieses Gewebes können bei manchen Kindern mit einer verstopften Nase und wiederkehrenden Beschwerden der oberen Atemwege zusammenhängen. Eine Rachenmandelvergrößerung allein bedeutet jedoch weder, dass eine Sinusitis vorliegt, noch dass ein Eingriff erforderlich ist.
Bei wiederkehrenden Beschwerden kann eine Beurteilung der Adenoide (Rachenmandel-Vergrößerung) gemeinsam mit dem Symptomverlauf, der Nasenuntersuchung und begleitenden Faktoren erfolgen. Eltern können vor der Untersuchung den Beginn und die Entwicklung der Beschwerden, verwendete Medikamente und beobachtete Veränderungen während des Schlafs notieren. Diese Beobachtungen sind weder ein Screening noch ein Test für zu Hause.
Bei schweren oder rasch zunehmenden Symptomen ist unverzüglich eine medizinische Einrichtung aufzusuchen.
Wann sollte eine HNO-Fachärztin oder ein HNO-Facharzt aufgesucht werden?
Auch wenn die Formulierung der Überschrift eine häufige Suchanfrage aufgreift, steht bei Sinusitisbeschwerden eine sachliche ärztliche Beurteilung im Vordergrund. Anhaltende, wiederkehrende oder einseitige Beschwerden sowie eine deutliche Beeinträchtigung des Alltags können es erforderlich machen, neben einer Sinusitis auch andere mögliche Ursachen zu prüfen. Die Entscheidung, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, sollte nicht allein auf einer Symptomliste oder der Berechnung der Beschwerdedauer beruhen.
Im ärztlichen Gespräch können folgende Aspekte beurteilt werden:
- Zeitlicher Verlauf von Nasenverstopfung und Nasenausfluss
- Ort und Veränderung von Schmerzen oder Druck im Gesicht
- Veränderungen des Geruchssinns
- Ein- oder beidseitiges Auftreten der Beschwerden
- Zahnbeschwerden, Allergien, Asthma oder andere begleitende Erkrankungen und Umstände
- Bisher verwendete Medikamente und das Ansprechen darauf
- Strukturen im Naseninneren sowie gegebenenfalls bildgebende Befunde
Diese Informationen helfen dabei, verschiedene Möglichkeiten ärztlich gemeinsam zu beurteilen; sie erlauben keine unmittelbare Zuordnung eines bestimmten Symptoms zu einer bestimmten Erkrankung. Ergebnisse und Krankheitsverlauf unterscheiden sich bei einer Sinusitis von Person zu Person. Für keine medikamentöse oder chirurgische Behandlung kann eine sichere Heilung oder ein dauerhaftes Ergebnis garantiert werden.
Die Behandlung einer Sinusitis und eine Operation zur Veränderung der äußeren Nasenform verfolgen unterschiedliche Ziele. Die Rhinoplastik (Nasenkorrektur) ist ein eigenständiges Thema, das ästhetische und funktionelle Beurteilungen umfassen kann; das Vorliegen einer Sinusitis allein bedeutet nicht, dass dieser Eingriff erforderlich oder geeignet ist.
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zur Sinusitis betreffen vor allem die Dauer der Beschwerden, unterstützende Maßnahmen zu Hause, Schwindel, Mundtrockenheit und die Notwendigkeit einer Operation. Die folgenden Antworten dienen weder der individuellen Diagnose noch als Behandlungsanweisung. Da ähnliche Beschwerden unterschiedliche Ursachen haben können, müssen Entscheidungen unter Berücksichtigung der Untersuchungsbefunde und der individuellen gesundheitlichen Merkmale getroffen werden.
Wie klingt eine Sinusitis am schnellsten ab?
Es gibt keine einzelne Methode, die bei allen Menschen das Abklingen einer Sinusitis beschleunigt. Der Verlauf hängt von der Ursache und dem individuellen Gesundheitszustand ab. Unterstützende Maßnahmen wie Ruhe oder das Befeuchten der Nasenschleimhaut können bei manchen Menschen Beschwerden lindern; sie ersetzen jedoch weder eine Untersuchung noch eine erforderliche Behandlung. Medikamente dürfen ohne ärztliche Rücksprache weder begonnen noch gewechselt oder abgesetzt werden.
Was kann man tun, um die Nasennebenhöhlen zu entleeren?
Von Maßnahmen, mit denen die Nasennebenhöhlen zu Hause mechanisch „entleert“ werden sollen, wird abgeraten. Salzhaltige Produkte können bei manchen Menschen die Befeuchtung der Nasenschleimhaut unterstützen; zur Auswahl und Anwendung sollte ärztlicher oder pharmazeutischer Rat eingeholt werden. Anwendungen mit Druck, heißer Dampf und abschwellende Präparate sind möglicherweise nicht für jeden geeignet und ersetzen keine Behandlung.
Kann eine Sinusitis Vertigo (Schwindel) verursachen?
Eine Sinusitis ist in der Regel keine Erkrankung des Gleichgewichtsorgans. Eine verstopfte Nase, ein Druckgefühl oder begleitende Veränderungen des Ohrdrucks können jedoch bei manchen Menschen zusammen mit einem Gefühl der Unsicherheit im Gleichgewicht auftreten. Dieses gemeinsame Auftreten belegt keinen direkten ursächlichen Zusammenhang. Bei ausgeprägtem oder wiederkehrendem Schwindel müssen unterschiedliche mögliche Ursachen ärztlich abgeklärt werden.
Kann eine Sinusitis Mundtrockenheit verursachen?
Eine verstopfte Nase kann mit Mundatmung einhergehen und dadurch zu einem trockenen Gefühl im Mund oder Rachen beitragen. Mundtrockenheit kann jedoch verschiedene Ursachen haben, darunter Medikamente, der Flüssigkeitshaushalt und andere gesundheitliche Faktoren. Statt die Trockenheit unmittelbar einer Sinusitis zuzuschreiben, sollten alle möglichen Ursachen gemeinsam beurteilt werden.
Ist bei chronischer Sinusitis eine Operation zwingend erforderlich?
Nein. Die Diagnose einer chronischen Sinusitis macht eine Operation nicht automatisch erforderlich. Das Ansprechen auf die medikamentöse Behandlung, Untersuchungs- und Bildgebungsbefunde, begleitende Polypen oder strukturelle Veränderungen sowie individuelle Risiken werden gemeinsam beurteilt. Neben dem möglichen Nutzen einer Operation werden auch ihre Grenzen und Risiken besprochen; weder ein bestimmtes noch ein dauerhaftes Ergebnis kann garantiert werden.
Quellen
Die folgenden Links dienen als Grundlage für die allgemeine Einteilung im Text und die Informationen zu antimikrobiellen Resistenzen. Die MedlinePlus-Seite stützt die Zeitangaben zur akuten, subakuten und chronischen Sinusitis; die Veröffentlichung der Weltgesundheitsorganisation bietet allgemeine Informationen zu antimikrobiellen Resistenzen. Der Link zu ENT Health führt zu einem allgemeinen Patienteninformationsportal und wurde nicht als wissenschaftlicher Beleg für konkrete klinische Aussagen verwendet.
- Amerikanische Akademie für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Kopf-Hals-Chirurgie — ENT Health, allgemeines Patienteninformationsportal
- Nationale Gesundheitsinstitute — MedlinePlus, Sinusitis
- Weltgesundheitsorganisation — Antimikrobielle Resistenz
Dieser Inhalt dient ausschließlich der Information; für Diagnose und Behandlung ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich.
Häufige Fragen
Wie klingt eine Sinusitis am schnellsten ab?
Es gibt keine einzelne Methode, die bei allen Menschen das Abklingen einer Sinusitis beschleunigt. Der Verlauf hängt von der Ursache und dem individuellen Gesundheitszustand ab. Unterstützende Maßnahmen wie Ruhe oder das Befeuchten der Nasenschleimhaut können bei manchen Menschen Beschwerden lindern; sie ersetzen jedoch weder eine Untersuchung noch eine erforderliche Behandlung. Medikamente dürfen ohne ärztliche Rücksprache weder begonnen noch gewechselt oder abgesetzt werden.
Was kann man tun, um die Nasennebenhöhlen zu entleeren?
Von Maßnahmen, mit denen die Nasennebenhöhlen zu Hause mechanisch „entleert“ werden sollen, wird abgeraten. Salzhaltige Produkte können bei manchen Menschen die Befeuchtung der Nasenschleimhaut unterstützen; zur Auswahl und Anwendung sollte ärztlicher oder pharmazeutischer Rat eingeholt werden. Anwendungen mit Druck, heißer Dampf und abschwellende Präparate sind möglicherweise nicht für jeden geeignet und ersetzen keine Behandlung.
Kann eine Sinusitis Vertigo (Schwindel) verursachen?
Eine Sinusitis ist in der Regel keine Erkrankung des Gleichgewichtsorgans. Eine verstopfte Nase, ein Druckgefühl oder begleitende Veränderungen des Ohrdrucks können jedoch bei manchen Menschen zusammen mit einem Gefühl der Unsicherheit im Gleichgewicht auftreten. Dieses gemeinsame Auftreten belegt keinen direkten ursächlichen Zusammenhang. Bei ausgeprägtem oder wiederkehrendem Schwindel müssen unterschiedliche mögliche Ursachen ärztlich abgeklärt werden.
Kann eine Sinusitis Mundtrockenheit verursachen?
Eine verstopfte Nase kann mit Mundatmung einhergehen und dadurch zu einem trockenen Gefühl im Mund oder Rachen beitragen. Mundtrockenheit kann jedoch verschiedene Ursachen haben, darunter Medikamente, der Flüssigkeitshaushalt und andere gesundheitliche Faktoren. Statt die Trockenheit unmittelbar einer Sinusitis zuzuschreiben, sollten alle möglichen Ursachen gemeinsam beurteilt werden.
Häufig gemeinsam beurteilte Verfahren
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Nasenpolypen
Gutartige Gewebebildungen der Nasen- und Nasennebenhöhlenschleimhaut — sie verursachen eine chronisch verstopfte Nase und Riechverlust.
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Septumplastik
Die Septumplastik ist ein funktioneller chirurgischer Eingriff, der durch die Korrektur einer verkrümmten Nasenscheidewand (Septum) den Luftdurchtritt verbessern soll. Sie wird bei chronischer Nasenverstopfung, Mundatmung und begleitenden Atembeschwerden in Betracht gezogen.
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