Lidstraffung
Chirurgische Korrektur von Erschlaffung, Tränensäcken und überschüssigem Fettgewebe an Ober- und Unterlidern (Blepharoplastik).
Doç. Dr. Osman Halit Çam
HNO und Kopf-Hals-Chirurgie · Üsküdar, İstanbul
Lidstraffung — Klinikvideo
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Die Lidstraffung (Blepharoplastik) ist ein chirurgischer Eingriff zur Korrektur erschlaffter Haut am Oberlid und von Tränensäcken am Unterlid. Das Ergebnis kann sowohl ästhetischer Art (Verschwinden eines müden Aussehens) als auch funktioneller Art (Erweiterung des Gesichtsfeldes) sein.
- Art
- Ästhetische / funktionelle Chirurgie
- Dauer
- 1-2 Stunden
- Anästhesie
- Lokalanästhesie / Sedierung / Vollnarkose
- Stationärer Aufenthalt
- Am selben Tag
- Heilung
- 7-10 Tage bis zur gesellschaftlichen Teilhabe, 4-6 Wochen bis zum endgültigen Ergebnis
Zusammenfassung: Die Lidstraffung (Blepharoplastik) ist die chirurgische Korrektur struktureller Veränderungen an den Ober- oder Unterlidern. Überschüssige Haut am Oberlid kann bei manchen Menschen die Sehfunktion beeinträchtigen; am Unterlid werden die Fettpolster und die Hautbeschaffenheit gemeinsam beurteilt. Die Unterscheidung zwischen Veränderungen am Lid, an der Augenbraue und am umliegenden Gewebe ist nur durch eine Untersuchung möglich. Möglicher Nutzen, Grenzen und Risiken der Operation unterscheiden sich von Person zu Person.
Die Lidstraffung ist ein chirurgischer Eingriff an Haut, Muskulatur und Fettgewebe der Augenregion. Eine Blepharoplastik kann nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern aufgrund möglicher Auswirkungen des Oberlidgewebes auf die Sehfunktion auch unter funktionellen Gesichtspunkten beurteilt werden. Das geeignete Vorgehen wird durch eine gemeinsame Untersuchung der Lidstruktur, der Augenbrauenposition, der Augenoberfläche und des Gesundheitszustands festgelegt.
Was ist eine Blepharoplastik und für wen kommt sie infrage?
Die Blepharoplastik ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem Haut, Muskulatur und Fettgewebe der Ober- oder Unterlider entsprechend den Untersuchungsbefunden korrigiert werden. Ob der Eingriff geeignet ist, wird nicht allein anhand eines sichtbaren Hautüberschusses entschieden; Lidfunktion, Augenbrauenposition, Augenoberfläche, Begleiterkrankungen und persönliche Erwartungen werden gemeinsam beurteilt.
Haut, die sich am Oberlid zum Wimpernrand hin faltet, hervortretende Fettpolster am Unterlid oder unterschiedliche strukturelle Veränderungen in beiden Bereichen können Anlass für eine Beurteilung sein. Subjektive Beschreibungen wie ein „müdes“ oder „schweres“ Aussehen weisen für sich allein jedoch nicht auf ein bestimmtes anatomisches Problem hin.
Bei der Untersuchung können folgende Fragen besprochen werden:
- Geht die Veränderung des Aussehens vom Oberlid oder vom Unterlid aus?
- Beeinflusst die Augenbrauenposition das Gewebe über dem Lid?
- Ist die Funktion des Öffnens und Schließens der Augenlider erhalten?
- Bestehen bereits Beschwerden der Augenoberfläche?
- Liegen die persönlichen Erwartungen innerhalb der anatomisch erreichbaren Grenzen?
Die Blepharoplastik ist ein chirurgischer und invasiver Eingriff. Risiken wie Blutungen, Infektionen, Asymmetrien, Beschwerden der Augenoberfläche, Veränderungen der Lidposition und die Notwendigkeit eines erneuten Eingriffs werden anhand der individuellen Voraussetzungen und der angewandten Technik beurteilt.
Oberlidblepharoplastik: Hautüberschuss und Gesichtsfeld
Die Oberlidblepharoplastik umfasst die Korrektur überschüssiger Haut im Bereich der Lidfalte und weiterer Gewebe, sofern dies als erforderlich beurteilt wird. Eine ausgeprägte Gewebefaltung kann bei manchen Menschen mit funktionellen Beschwerden im oberen oder äußeren Gesichtsfeld einhergehen. Dieser Zusammenhang lässt sich jedoch nicht allein anhand des Aussehens feststellen; bei Bedarf werden objektive Untersuchungen herangezogen.
Der medizinische Begriff für den Hautüberschuss lautet Dermatochalasis. Ein schwer wirkendes Lid kann allerdings auch mit der Augenbrauenposition, einer tatsächlichen Lidsenkung (Ptosis), der Struktur der Augenhöhle oder einer Kombination dieser Faktoren zusammenhängen. Eine einzelne Beschwerde weist daher für sich allein nicht auf die Notwendigkeit einer Blepharoplastik hin.
Der chirurgische Schnitt kann entlang der Lidfalte geplant werden. Diese Lage kann dazu beitragen, dass sich die Narbe in die anatomischen Linien der Umgebung einfügt; dennoch bleibt ein chirurgischer Schnitt nicht narbenfrei. Farbe, Sichtbarkeit und zeitliche Entwicklung der Narbe unterscheiden sich je nach Hautbeschaffenheit, Wundheilung und Operationsverlauf.
Bei der Beurteilung der Oberlider sind folgende Aspekte von Bedeutung:
- Das Verhältnis der Haut zum Wimpernrand
- Die natürliche Asymmetrie zwischen beiden Lidern
- Die Ruheposition der Augenbrauen
- Die Funktion des Lidhebermuskels
- Die Art der Sehbeschwerden
- Frühere Eingriffe an Augen oder Lidern
Die Studie von An und Kollegen aus dem Jahr 2016 untersuchte Messwerte zur Kontrastempfindlichkeit und Sehqualität nach einer Oberlidblepharoplastik in einer begrenzten Patientengruppe mit Dermatochalasis. Diese Studie darf nicht als Untersuchung interpretiert werden, die unmittelbar eine „Erweiterung des Gesichtsfeldes“ gemessen hat.
Unterlidblepharoplastik: Tränensäcke und Fettpolster
Die Unterlidblepharoplastik beruht auf einer gemeinsamen Beurteilung der Fettpolster unter den Augen, der Hautbeschaffenheit, des Lidhalts und des Übergangs zwischen Unterlid und Wange. Da Tränensäcke nicht bei jeder Person vom gleichen Gewebe ausgehen, ist ein standardisiertes Vorgehen, das sich ausschließlich auf die Entfernung von Fett konzentriert, nicht geeignet. Welche Technik infrage kommt, hängt von den Untersuchungsbefunden ab.
Der chirurgische Zugang zum Unterlid kann über die Innenseite des Lids, über die Haut unterhalb der Wimpern oder über eine andere, anhand der Beurteilung geeignete chirurgische Zugangsebene erfolgen. Der transkonjunktivale Zugang über die Lidinnenseite umfasst keinen äußeren Hautschnitt; dies bedeutet jedoch nicht, dass der Eingriff narbenfrei oder risikolos ist. Beim Zugang unterhalb der Wimpern können Haut und stützendes Gewebe zusätzlich beurteilt werden.
Die Möglichkeiten im Umgang mit dem Fettgewebe beschränken sich nicht auf dessen Entfernung. Bei bestimmten anatomischen Verhältnissen kann erwogen werden, das Fett zu erhalten oder im Bereich des Übergangs zwischen Unterlid und Wange neu zu positionieren. Ziel ist nicht ein standardisiertes Aussehen, sondern die Berücksichtigung der Gewebeübergänge innerhalb der individuellen Anatomie. Das Ergebnis und das Verhalten des Gewebes können nicht garantiert werden.
Bei der Planung einer Unterlidoperation kann der Arzt folgende Aspekte gemeinsam untersuchen:
- Die Verteilung der Fettpolster
- Den Hautüberschuss und die Hautbeschaffenheit
- Den Kontakt des Unterlids zum Auge und seine Stützfunktion
- Die Struktur der Tränenrinne
- Die Position des Wangengewebes
- Beschwerden der Augenoberfläche
- Frühere Eingriffe
Tränensäcke, Pigmentveränderungen, sichtbare Gefäße und strukturelle Vertiefungen sind unterschiedliche Merkmale. Auch wenn sie gemeinsam auftreten können, müssen sie nicht mit derselben Methode behandelt werden.
Kombinierte Ober- und Unterlidoperation: Wann wird gemeinsam geplant?
Ober- und Unterlider können in einen gemeinsamen Operationsplan einbezogen werden, wenn beide Bereiche strukturelle Besonderheiten aufweisen, die jeweils gesondert beurteilt werden müssen. Ein gemeinsamer Eingriff wird nicht automatisch gewählt; Umfang, Anästhesieverfahren, möglicher Nutzen und Operationsrisiken werden anhand der Untersuchungsbefunde und des Gesundheitszustands festgelegt.
Wenn nur das Oberlid betroffen ist, erfordert dies keinen Eingriff am Unterlid. Ebenso stellen Tränensäcke am Unterlid für sich allein keinen Grund für eine Oberlidoperation dar. Wird ein kombiniertes Vorgehen erwogen, werden auch der größere Umfang des Eingriffs und mögliche damit verbundene Unterschiede im Heilungsverlauf beurteilt.
| Beurteilungsbereich | Oberlid | Unterlid |
|---|---|---|
| Untersuchte Strukturen | Haut, Lidfalte, Fettgewebe, Funktion der Lidhebung | Fettpolster, Haut, Lidstütze, Übergang zwischen Unterlid und Wange |
| Funktionelle Aspekte | Beschwerden im Zusammenhang mit der Sehfunktion können beurteilt werden | Lidstütze und Beziehung zur Augenoberfläche werden beurteilt |
| Chirurgischer Zugang | Ein Schnitt im Bereich der Lidfalte kann geplant werden | Ein Zugang über die Innenseite oder unterhalb der Wimpern kann erwogen werden |
| Narben | Es entsteht eine Operationsnarbe; ihre Entwicklung ist individuell unterschiedlich | Je nach Zugang erfolgt ein äußerer Hautschnitt oder es ist kein solcher Schnitt erforderlich |
| Heilung | Abhängig von individuellen Voraussetzungen und dem Umfang des Eingriffs | Abhängig von individuellen Voraussetzungen und dem Umfang des Eingriffs |
Das Anästhesieverfahren wird nicht allein danach ausgewählt, ob die Oberlider, die Unterlider oder beide Bereiche operiert werden. Krankengeschichte, Umfang der geplanten Operation und anästhesiologische Beurteilung werden gemeinsam berücksichtigt.
Schweres Lid oder abgesenkte Augenbraue? Eine entscheidende Unterscheidung
Ein schwer wirkendes Oberlid kann durch überschüssige Lidhaut, die Augenbrauenposition, den Mechanismus der Lidhebung oder eine Kombination dieser Faktoren bedingt sein. Bei einer tief stehenden Augenbraue kann sich Gewebe über dem Lid zusammenschieben. Die Unterscheidung zwischen diesem als Pseudodermatochalasis bezeichneten Erscheinungsbild und einem tatsächlichen Hautüberschuss am Lid erfolgt bei der ärztlichen Untersuchung.
Während der Untersuchung kann das Verhältnis zwischen Augenbraue und Lid in unterschiedlichen Positionen beobachtet werden. Wenn sich das Aussehen durch manuelles Anheben der Augenbraue verändert, ist dies kein Selbsttest, mit dem sich allein die Ursache des Problems oder der erforderliche Eingriff bestimmen lässt. Diese Beobachtung wird zusammen mit der Lidfunktion, dem Einsatz der Stirnmuskulatur, den Unterschieden zwischen beiden Gesichtshälften und der natürlichen Augenbrauenposition interpretiert.
Wenn die Augenbrauenposition gesondert betrachtet werden muss, kann das Thema Augenbrauenlifting ergebnisoffen besprochen werden. Dieser Verweis bedeutet nicht, dass ein bestimmter Eingriff notwendig oder geeignet ist. Bei manchen Menschen können Befunde an Lid und Augenbraue gleichzeitig vorliegen, während sich das Aussehen bei anderen durch andere anatomische Merkmale erklären lässt.
Zur Unterscheidung kann der Arzt folgende Aspekte beurteilen:
- Die Position der Augenbrauen in Ruhe
- Ob die Stirnmuskulatur eingesetzt wird, um die Lider offen zu halten
- Die Lidfalte und die Hautverteilung
- Die Möglichkeit einer tatsächlichen Lidsenkung
- Natürliche Gesichtsasymmetrien
- Frühere chirurgische oder invasive Eingriffe
Eine alleinige Gewebeentfernung am Lid kann möglicherweise nicht alle Probleme lösen, die mit der Augenbrauenposition zusammenhängen. Ebenso bedeutet die Beurteilung der Augenbraue nicht automatisch, dass dort ein Eingriff erforderlich ist. Operationsziel und Umfang werden durch die Untersuchung festgelegt; ein dauerhaftes oder sicheres Ergebnis kann nicht garantiert werden.
Was wird bei der Untersuchung und Beurteilung berücksichtigt?
Bei der Untersuchung der Augenlider wird nicht nur die sichtbare Hautmenge beurteilt. Lidbewegung, Augenbrauenposition, Augenoberfläche, Halt des Unterlids, Fettgewebeverteilung, Unterschiede zwischen beiden Gesichtshälften und bestehende gesundheitliche Beeinträchtigungen werden gemeinsam betrachtet. Bei Bedarf können ergänzende Untersuchungen oder eine weitere ärztliche Einschätzung angefordert werden.
Eine tatsächliche Lidsenkung (Ptosis) kann auf einem anderen Mechanismus beruhen als eine Dermatochalasis. Am Unterlid sind Spannung und Stützfunktion für die Operationsplanung von Bedeutung. Untersuchungsschritte wie der Snap-back-Test und der Distraction-Test werden vom Arzt als Teil der klinischen Befunde interpretiert; ihre Durchführung zu Hause stellt keine Mess- oder Früherkennungsmethode dar.
Die Beurteilung der Augenoberfläche ist besonders wichtig. Bereits bestehende Trockenheit, Brennen, ein Fremdkörpergefühl, das Tragen von Kontaktlinsen oder Augenbehandlungen sollten bei der Untersuchung angegeben werden. Nach einer Blepharoplastik können Beschwerden der Augenoberfläche neu auftreten oder bestehende Beschwerden sich verändern. Ausprägung und Verlauf unterscheiden sich je nach Person, angewandter Technik und Begleitumständen.
Bei dunklen Augenringen kann der Arzt versuchen, folgende Merkmale voneinander zu unterscheiden:
| Beobachtetes Merkmal | Aspekte, die der Arzt beurteilen kann |
|---|---|
| Farbveränderung | Pigmentierung, Hautdicke oder sichtbare Gefäße |
| Schattenbildung | Tränenrinne, Fettpolster oder Übergang zur Wange |
| Veränderung der Lidrandposition | Halt des Unterlids und umliegendes Gewebe |
| Im Tagesverlauf wechselnde Beschwerden | Augenoberfläche und Umwelteinflüsse |
| Unterschiede zwischen beiden Seiten | Natürliche Asymmetrie, Gewebeverteilung oder frühere Eingriffe |
Diese Tabelle ermöglicht keine Diagnose und weist nicht auf eine bestimmte Behandlung hin. Erkrankungen wie ein Glaukom, eine schilddrüsenbedingte Augenerkrankung, Störungen der Augenoberfläche oder frühere Augenoperationen können die chirurgische Beurteilung beeinflussen. Angewandte Medikamente werden dem Arzt mitgeteilt; kein Medikament wird ohne ärztliche Rücksprache abgesetzt, in seiner Dosierung reduziert oder geändert.
Zusammenhang mit einem Facelifting und gemeinsame Beurteilung
Die Lidstraffung beschränkt sich auf die Augenregion; strukturelle Veränderungen an Wangen, Mittelgesicht, Kieferlinie oder Hals werden damit nicht unmittelbar behandelt. Wenn das Aussehen der Augenregion mit benachbarten Gesichtsbereichen zusammenhängt, kann der Behandlungsumfang im Rahmen einer umfassenderen Untersuchung beurteilt werden. Mehrere Eingriffe müssen nicht zwingend gemeinsam durchgeführt werden; ihre Risiken sind gesondert zu besprechen.
Die Position des Gewebes im Mittelgesicht kann den Übergang zwischen Unterlid und Wange beeinflussen. Deshalb erklärt eine ausschließliche Konzentration auf das Fett am Unterlid möglicherweise nicht alle Bestandteile des Erscheinungsbildes. Wenn auch in anderen Gesichtsbereichen strukturelle Veränderungen vorliegen, kann das Thema Facelifting im Rahmen der Beurteilung besprochen werden.
Ebenso bietet die Gesichtsästhetik einen allgemeinen Rahmen, um die anatomischen Beziehungen zwischen verschiedenen Bereichen zu verstehen. Diese Verweise stellen weder eine Empfehlung für einen Eingriff noch ein Ergebnisversprechen dar. Eine Ausweitung der Lidoperation erfordert eine gesonderte Beurteilung hinsichtlich Operationsbelastung, Anästhesie, Risiken und Heilungsverlauf.
Bei der Planung werden folgende Unterschiede berücksichtigt:
- Eine Lidoperation garantiert keine Verjüngung des gesamten Gesichts.
- Veränderungen in benachbarten Bereichen werden durch eine Lidoperation möglicherweise nicht automatisch korrigiert.
- Eingriffe in derselben Sitzung sind nicht für jede Person geeignet.
- Neben dem Nutzen einer kombinierten Operation müssen auch ihre zusätzlichen Risiken besprochen werden.
- Der endgültige Plan wird anhand der individuellen Anatomie und des Gesundheitszustands erstellt.
Was können nichtoperative Verfahren bewirken und wo liegen ihre Grenzen?
Nichtoperative Behandlungen können für bestimmte Merkmale wie Hautoberfläche, Falten, Volumenverteilung oder Muskelbewegung erwogen werden. Sie korrigieren einen ausgeprägten Hautüberschuss oder Fettpolster jedoch nicht in derselben Weise wie eine Operation. Welche Behandlung infrage kommt, hängt von der zugrunde liegenden Struktur, den Risiken und den individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen ab.
Hyaluronsäure-Filler können im Zusammenhang mit der Tränenrinne, Botulinumtoxin bei bewegungsbedingten Falten, Laser oder chemische Peelings für die Hautoberfläche und Radiofrequenz für bestimmte Gewebeeigenschaften erwogen werden. Keine dieser Methoden sollte unter der Bezeichnung „nichtoperative Blepharoplastik“ als gleichwertiger Ersatz für eine Operation angesehen werden.
Auch invasive oder energiebasierte Behandlungen können Nebenwirkungen und Komplikationen verursachen. Bei Fillerbehandlungen sind unter anderem Risiken schwerwiegender Gefäßkomplikationen zu beurteilen; bei Laser-, Peeling- und Radiofrequenzbehandlungen sind unerwünschte Ergebnisse im Zusammenhang mit der Hautbeschaffenheit zu berücksichtigen. Wirkungseintritt, Ausmaß und Dauer der Wirkung hängen von der Methode und der jeweiligen Person ab und können nicht garantiert werden.
Die Wahl der Methode kann auf folgenden Unterscheidungen beruhen:
- Die Hautoberfläche und ein tatsächlicher Hautüberschuss sind nicht dasselbe.
- Schattenbildung und dunkle Pigmentierung können unterschiedliche Ursachen haben.
- Fettpolster und Volumenverlust können gleichzeitig vorliegen.
- Durch Muskelbewegung bedingte Falten bedeuten nicht, dass eine Liderschlaffung vorliegt.
- Die Grenzen nichtoperativer Verfahren sollten bei der Untersuchung erläutert werden.
Wie verläuft die Heilung?
Die Heilung nach einer Blepharoplastik hängt vom Umfang des Eingriffs, dem gewählten Zugang, der individuellen Gewebebeschaffenheit, dem Gesundheitszustand und begleitenden Behandlungen ab. Schwellungen, Blutergüsse, Druckempfindlichkeit, Beschwerden der Augenoberfläche und Veränderungen an der Schnittlinie können auftreten. Es lässt sich kein allgemeingültiger Zeitraum dafür angeben, wann diese Veränderungen zurückgehen oder wann das endgültige Aussehen beurteilt werden kann.
Die Nachsorge, die Anwendung verschriebener Medikamente und die Kontrolltermine richten sich nach den Anweisungen des operierenden Arztes. Augentropfen, Schmerzmittel oder andere Medikamente werden ohne ärztliche Rücksprache weder neu angewandt noch in ihrer Dosierung reduziert oder abgesetzt. Auch die als Blutverdünner bezeichneten Medikamente werden vor oder nach der Operation ausschließlich nach ärztlicher Entscheidung angepasst.
Während der Heilungsphase können folgende Veränderungen oder Probleme auftreten:
- Unterschiedlich starke Schwellungen und Blutergüsse auf beiden Seiten
- Eine anfangs deutlicher sichtbare Schnittlinie
- Beschwerden der Augenoberfläche, die vorübergehend oder dauerhaft sein können
- Veränderungen beim Lidschluss oder an der Lidposition
- Während der Heilung stärker sichtbare natürliche Asymmetrien
- Komplikationen, die eine zusätzliche Beurteilung oder einen weiteren Eingriff erfordern können
Es sollte nicht davon ausgegangen werden, dass ein Trockenheitsgefühl der Augen gewöhnlich, leicht ausgeprägt oder rasch vorübergehend ist. Bereits bestehende Beschwerden durch trockene Augen sollten vor der Operation mitgeteilt werden; Veränderungen nach der Operation sind im Rahmen der vom Arzt festgelegten Nachkontrollen zu beurteilen. Der Verlauf kann sich von Person zu Person unterscheiden.
Rauchen, Blutdruckprobleme, angewandte Medikamente und die individuelle Wundheilung können den Verlauf beeinflussen. Diesbezügliche Änderungen werden entsprechend den persönlichen Empfehlungen geplant. Maßnahmen für zu Hause sind kein Ersatz für die medizinische Nachsorge oder eine objektive Beurteilung.
Bei starken oder rasch zunehmenden Beschwerden ist unverzüglich eine medizinische Einrichtung aufzusuchen.
Umgang mit Erwartungen
Die Wirkung einer Lidstraffung hängt von der individuellen Ausgangsanatomie, dem Operationsumfang, der Heilungsreaktion und den im Laufe der Zeit fortschreitenden Gewebeveränderungen ab. Der Eingriff kann ein ausgeruhteres Aussehen bewirken oder bestimmte funktionelle Beschwerden verändern; Ergebnis, Symmetrie, Narbenbild oder Dauerhaftigkeit können jedoch nicht im Voraus verbindlich zugesagt werden.
Eine Blepharoplastik wird nicht mit dem Ziel durchgeführt, die Augenfarbe oder den grundlegenden Gesichtsausdruck zu verändern. Es sollte nicht erwartet werden, dass sie allein sämtliche Ursachen dunkler Augenringe, die Augenbrauenposition oder das Gewebe des Mittelgesichts korrigiert. Das Operationsziel bleibt auf den bei der Untersuchung festgelegten anatomischen Bereich begrenzt.
Der Umfang der Gewebeentfernung ist von Bedeutung. Eine übermäßige Hautentfernung kann mit Problemen beim Lidschluss oder an der Lidposition einhergehen; eine übermäßige Fettentfernung kann ein eingesunkenes Aussehen und unregelmäßige Gewebeübergänge zur Folge haben. Ein begrenzterer Eingriff kann wiederum dazu führen, dass bestimmte Beschwerden nicht vollständig behoben werden. Diese Abwägung ist Teil der Operationsplanung.
Im Gespräch über die Erwartungen ist es hilfreich, folgende Themen ausdrücklich zu behandeln:
- Die Veränderung des Aussehens oder der Funktion, die als störend empfunden wird
- Die anatomischen Bereiche, die zu dieser Veränderung beitragen können
- Die Merkmale, die durch die Operation beeinflusst werden können, und diejenigen, bei denen dies nicht möglich ist
- Mögliche Narben, Asymmetrien und Veränderungen der Augenoberfläche
- Komplikationen und die Notwendigkeit zusätzlicher Eingriffe
- Den möglichen Einfluss von Alterung und Gewebeveränderungen auf das Ergebnis im Laufe der Zeit
Aus der Entfernung oder Neupositionierung von Fettgewebe lässt sich nicht ableiten, dass das Ergebnis unverändert bleibt. Alterung, Hautelastizität, Augenbrauen- und Wangenposition sowie die allgemeine Gewebeverteilung verändern sich im Laufe der Zeit weiter. Daher wird das Ergebnis nicht als „dauerhaft“ oder „lang anhaltend“ garantiert.
Diese Informationen dienen der Aufklärung; für Diagnose und Behandlung ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich. Ergebnisse und Risiken chirurgischer Eingriffe können von Person zu Person unterschiedlich sein.
Häufig gestellte Fragen
Fragen zur Lidstraffung betreffen häufig Narben, die Rückkehr zur Arbeit, die gemeinsame Behandlung von Ober- und Unterlidern, die Unterscheidung zwischen Augenbraue und Lid, trockene Augen und die Veränderung des Ergebnisses im Laufe der Zeit. Die folgenden Antworten dienen der allgemeinen Information; die individuelle Eignung, Zeiträume und der Operationsumfang lassen sich nur durch eine Untersuchung bestimmen.
Bleiben nach einer Lidstraffung Narben zurück?
Da eine Blepharoplastik chirurgische Schnitte umfasst, entstehen Narben. Der Schnitt am Oberlid kann entlang der natürlichen Lidfalte geplant werden, der Schnitt am Unterlid je nach gewähltem Zugang unterhalb der Wimpern oder an der Lidinnenseite. Beim Zugang über die Innenseite erfolgt kein äußerer Hautschnitt. Das Narbenbild und seine Entwicklung im Laufe der Zeit unterscheiden sich von Person zu Person; ein narbenfreies Ergebnis kann nicht garantiert werden.
Wann ist nach einer Lidoperation die Rückkehr zur Arbeit möglich?
Für die Rückkehr zur Arbeit gibt es keinen allgemeingültigen Zeitpunkt. Der Umfang des Eingriffs, der individuelle Heilungsverlauf, die körperlichen Anforderungen der Tätigkeit und sichtbare Veränderungen wie Schwellungen oder Blutergüsse werden gemeinsam beurteilt. Der individuelle Zeitpunkt wird anhand der Befunde bei den Nachkontrollen durch den operierenden Arzt festgelegt.
Werden Ober- und Unterlider gemeinsam operiert?
Es können nur die Oberlider, nur die Unterlider oder beide Bereiche gemeinsam behandelt werden. Die Entscheidung für eine gemeinsame Planung beruht auf der getrennten Beurteilung der Befunde in beiden Bereichen. Da ein größerer Eingriffsumfang die Anästhesie, die Risiken und den Heilungsverlauf beeinflussen kann, werden keine unnötigen Eingriffe allein deshalb vorgenommen, um alles in einer Sitzung abzuschließen.
Wie lässt sich feststellen, ob die Ursache am Lid oder an der Augenbraue liegt?
Diese Unterscheidung lässt sich allein anhand des Aussehens oder durch Beobachtungen zu Hause nicht sicher treffen. Der Arzt beurteilt die Ruheposition der Augenbraue, den Einsatz der Stirnmuskulatur, die Lidfalte, die Hautverteilung und den Mechanismus der Lidhebung gemeinsam. Befunde an Lid und Augenbraue können bei derselben Person gleichzeitig vorliegen; ein einzelner Untersuchungsschritt erlaubt keine Diagnose.
Können nach einer Lidoperation trockene Augen auftreten?
Nach einer Blepharoplastik können ein Trockenheitsgefühl, Brennen oder andere Beschwerden der Augenoberfläche auftreten; auch bestehende Beschwerden können sich verändern. Ausprägung und Verlauf unterscheiden sich je nach Person, Operationstechnik und vorbestehender Beschaffenheit der Augenoberfläche. Bereits vor der Operation bestehende Beschwerden und angewandte Augenbehandlungen sollten bei der Untersuchung angegeben werden.
Wie lange hält das Ergebnis an?
Wie lange das Ergebnis anhält, lässt sich nicht sicher vorhersagen. Neben dem operativ korrigierten Gewebe verändern sich Haut, Augenbrauen, Wangen und umliegendes Gewebe im Laufe der Zeit weiter. Ausgangsanatomie, Heilungsverlauf und Alterungsprozess beeinflussen das Ergebnis. Daher können weder eine bestimmte Dauer noch ein unverändertes Aussehen garantiert werden.
Quellen
Die folgenden Veröffentlichungen informieren über den allgemeinen Umfang der Blepharoplastik, ihren Zusammenhang mit der Augenoberfläche, mögliche Komplikationen und Messungen der Sehqualität. Jede Veröffentlichung untersucht eine andere Fragestellung; das Vorhandensein von Quellen belegt weder die Eignung eines Eingriffs noch dessen Ergebnis für eine bestimmte Person. Insbesondere darf die Studie zur Sehqualität nicht als Gesichtsfeldmessung interpretiert werden.
- Blepharoplasty: An Overview — National Library of Medicine, 2010
- Cosmetic blepharoplasty and dry eye disease: incidence, mechanisms and prevention — National Library of Medicine, 2020
- Complications of Blepharoplasty: Prevention and Management — National Library of Medicine, 2012
- Effects of upper lid blepharoplasty on visual quality in dermatochalasis — National Library of Medicine, 2016
Dieser Inhalt dient ausschließlich der Information; für Diagnose und Behandlung ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich.
Häufige Fragen
Wann ist nach einer Lidoperation die Rückkehr zur Arbeit möglich?
Für die Rückkehr zur Arbeit gibt es keinen allgemeingültigen Zeitpunkt. Der Umfang des Eingriffs, der individuelle Heilungsverlauf, die körperlichen Anforderungen der Tätigkeit und sichtbare Veränderungen wie Schwellungen oder Blutergüsse werden gemeinsam beurteilt. Der individuelle Zeitpunkt wird anhand der Befunde bei den Nachkontrollen durch den operierenden Arzt festgelegt.
Werden Ober- und Unterlider gemeinsam operiert?
Es können nur die Oberlider, nur die Unterlider oder beide Bereiche gemeinsam behandelt werden. Die Entscheidung für eine gemeinsame Planung beruht auf der getrennten Beurteilung der Befunde in beiden Bereichen. Da ein größerer Eingriffsumfang die Anästhesie, die Risiken und den Heilungsverlauf beeinflussen kann, werden keine unnötigen Eingriffe allein deshalb vorgenommen, um alles in einer Sitzung abzuschließen.
Wie lässt sich feststellen, ob die Ursache am Lid oder an der Augenbraue liegt?
Diese Unterscheidung lässt sich allein anhand des Aussehens oder durch Beobachtungen zu Hause nicht sicher treffen. Der Arzt beurteilt die Ruheposition der Augenbraue, den Einsatz der Stirnmuskulatur, die Lidfalte, die Hautverteilung und den Mechanismus der Lidhebung gemeinsam. Befunde an Lid und Augenbraue können bei derselben Person gleichzeitig vorliegen; ein einzelner Untersuchungsschritt erlaubt keine Diagnose.
Können nach einer Lidoperation trockene Augen auftreten?
Nach einer Blepharoplastik können ein Trockenheitsgefühl, Brennen oder andere Beschwerden der Augenoberfläche auftreten; auch bestehende Beschwerden können sich verändern. Ausprägung und Verlauf unterscheiden sich je nach Person, Operationstechnik und vorbestehender Beschaffenheit der Augenoberfläche. Bereits vor der Operation bestehende Beschwerden und angewandte Augenbehandlungen sollten bei der Untersuchung angegeben werden.
Häufig gemeinsam beurteilte Verfahren
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Augenbrauenlifting
Neupositionierung abgesunkener Augenbrauen und der Stirnregion durch chirurgische oder nichtinvasive Methoden.
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Facelifting
Chirurgische Neupositionierung abgesunkener Gewebestrukturen im unteren Gesicht und am Übergang zum Hals mit SMAS- und Deep-Plane-Techniken.
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Gesichtsästhetik
Die Gesichtsästhetik ist ein ganzheitlicher Ansatz, bei dem Veränderungen an Stirn, Augenbrauen, Augenpartie, Mittelgesicht, unterem Gesicht, Hals, Haut und Lippen einzeln beurteilt werden, um individuell geeignete chirurgische oder nichtoperative Verfahren einzuordnen.
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