Hörverlust
Die drei Formen des Hörverlusts, ihre Symptome, die Diagnose durch Hörtests und ursachenabhängige Behandlungsmöglichkeiten; einschließlich der Dringlichkeit bei plötzlichem Hörverlust.
Doç. Dr. Osman Halit Çam
HNO und Kopf-Hals-Chirurgie · Üsküdar, İstanbul
{ KI · Vorabbeurteilung }
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KI-Antworten ersetzen keine ärztliche Diagnose.
Hörverlust kann durch eine Störung an jeder Stelle des Schallwegs vom Außenohr über das Innenohr bis zum Hörnerv entstehen. Die Diagnose wird durch Hörtests geklärt; je nach Ursache werden eine medizinische Behandlung, ein operativer Eingriff oder die Versorgung mit einem Hörgerät geplant. Ein plötzlich auftretender einseitiger Hörverlust erfordert eine dringende ärztliche Beurteilung.
- Art
- Diagnostik + Behandlung
- Dauer
- Variabel
- Anästhesie
- Keine / je nach Eingriff
- Stationärer Aufenthalt
- Keiner / je nach Eingriff
- Heilung
- Variabel
Zusammenfassung: Hörverlust bezeichnet eine Einschränkung der Fähigkeit, Geräusche zu hören oder Sprache zu verstehen. Unterschieden werden drei Hauptformen: Schallleitungsschwerhörigkeit, sensorineuraler Hörverlust und kombinierter Hörverlust. Da die Symptome individuell unterschiedlich sein können, lässt sich die Art des Hörverlusts nicht allein anhand der Beschwerden bestimmen; eine Untersuchung und objektive Hörtests sind erforderlich. Die Behandlung wird anhand der zugrunde liegenden Erkrankung, der Messergebnisse und der individuellen Kommunikationsbedürfnisse geplant.
Hörverlust ist eine gesundheitliche Beeinträchtigung, die verschiedene Abschnitte des Hörsystems vom Außenohr bis zum Hörnerv betreffen kann. Welcher Bereich betroffen ist, beeinflusst die Art des Hörverlusts und die Möglichkeiten, die ärztlich in Betracht gezogen werden können. Ob eine Beeinträchtigung vorübergehend sein kann oder möglicherweise dauerhaft besteht, wird durch eine klinische Beurteilung und nicht anhand eigener Beobachtungen unterschieden.
Welche drei Formen des Hörverlusts gibt es
Je nach betroffenem anatomischem Bereich wird Hörverlust in drei Hauptgruppen eingeteilt: Schallleitungsschwerhörigkeit, sensorineuraler Hörverlust und kombinierter Hörverlust. Diese Einteilung beruht nicht allein auf den Symptomen, sondern erfordert eine gemeinsame Auswertung der Ohruntersuchung und der Hörtests. Da ähnliche Beschwerden durch unterschiedliche Mechanismen entstehen können, erfolgt die Unterscheidung ärztlich.
Schallleitungsschwerhörigkeit
Eine Schallleitungsschwerhörigkeit liegt vor, wenn die Übertragung des Schalls durch das Außen- oder Mittelohr zum Innenohr beeinträchtigt ist. Zu den möglichen Ursachen, die ärztlich geprüft werden können, gehören ein Ohrenschmalzpfropf, Flüssigkeit im Mittelohr, Veränderungen des Trommelfells, Infektionen oder Erkrankungen, die die Beweglichkeit der Gehörknöchelchen im Mittelohr beeinträchtigen.
Der Verlauf dieser Form des Hörverlusts hängt von der zugrunde liegenden Erkrankung ab. Einige Ursachen können vorübergehend sein, während andere längere Verlaufskontrollen oder einen Eingriff erfordern können. Daher lässt sich nicht pauschal sagen, dass sich eine Schallleitungsschwerhörigkeit zurückbildet. Welche Veränderung eine Behandlung bewirken kann, hängt von der Art der Ursache und dem Zustand der übrigen Ohrstrukturen ab.
Otosklerose gehört zu den Erkrankungen, die die Beweglichkeit des Steigbügels (Stapes) im Mittelohr beeinträchtigen können. Ausmaß und Fortschreiten der Hörveränderung können individuell unterschiedlich sein. Mögliche Behandlungsansätze einschließlich einer Operation werden nur bei Personen geprüft, für die sie geeignet erscheinen; der erwartete Nutzen, die Grenzen und die Risiken der Eingriffe werden bei der Entscheidung gemeinsam berücksichtigt.
Sensorineuraler Hörverlust
Ein sensorineuraler Hörverlust entsteht durch eine Beeinträchtigung der Innenohrstrukturen oder der mit dem Hörnerv verbundenen Hörbahnen. Altersbedingte Veränderungen, eine langfristige Belastung durch lauten Schall, bestimmte Medikamente und genetische Merkmale gehören zu den Faktoren, die bei der Beurteilung berücksichtigt werden können. Keiner dieser Faktoren kann jedoch allein anhand der Symptome als Ursache festgestellt werden.
Altersbedingte Hörveränderungen können beide Ohren unterschiedlich stark betreffen. Manche Menschen bemerken Schwierigkeiten, bestimmte Töne zu hören; andere haben vor allem bei Hintergrundgeräuschen Probleme, Sprache zu unterscheiden. Auch Lärmbelastung steht mit der Gesundheit des Gehörs in Zusammenhang; Art, Dauer und Ausmaß der Auswirkungen können je nach individuellen Merkmalen variieren.
Ob sich Veränderungen im Innenohr bei einem sensorineuralen Hörverlust zurückbilden können, ist individuell unterschiedlich. Zur Unterstützung der sprachlichen Kommunikation über das Hören können ein Hörgerät oder in ausgewählten Fällen ein Cochlea-Implantat in Betracht gezogen werden; ein bestimmtes Ergebnis lässt sich nicht garantieren. Die Entscheidung über die Eignung beruht auf einer gemeinsamen Beurteilung der Hörmessungen, des Sprachunterscheidungsvermögens und der alltäglichen Kommunikationsbedürfnisse.
Kombinierter Hörverlust
Ein kombinierter Hörverlust liegt vor, wenn im selben Ohr sowohl eine Schallleitungsschwerhörigkeit als auch ein sensorineuraler Hörverlust bestehen. Es können also gleichzeitig die Schallübertragung im Außen- oder Mittelohr und die Funktionen des Innenohrs beziehungsweise der mit dem Hörnerv verbundenen Strukturen beeinträchtigt sein.
Wird bei einer Person mit sensorineuralem Hörverlust zusätzlich eine Erkrankung des Mittelohrs festgestellt, kann dies einem kombinierten Hörverlust entsprechen. Diese Unterscheidung ist jedoch nicht durch Beobachtungen zu Hause möglich. Das Ausmaß jeder Komponente und ihre mögliche Beeinflussbarkeit durch eine Behandlung werden gesondert beurteilt; der Verlauf hängt von der jeweiligen Person und den zugrunde liegenden Ursachen ab.
Welche Symptome treten bei Hörverlust auf
Ein Hörverlust kann sich neben einer verminderten Wahrnehmung von Geräuschen auch durch Schwierigkeiten beim Unterscheiden von Sprache oder bei der Kommunikation in lauter Umgebung bemerkbar machen. Diese Veränderungen allein weisen nicht auf eine bestimmte Form des Hörverlusts hin. Anhaltende Beschwerden oder Beschwerden, die die alltägliche Kommunikation beeinträchtigen, erfordern eine objektive Beurteilung.
Folgende Veränderungen können Betroffenen oder ihrem nahen Umfeld auffallen:
- Sprache wird gehört, einzelne Wörter werden jedoch nicht klar verstanden
- Gesagtes muss häufiger wiederholt werden
- Die Lautstärke von Fernseher oder Radio wird erhöht
- Beim Telefonieren wird ein bestimmtes Ohr bevorzugt
- Gesprächen in belebter oder lauter Umgebung kann nur schwer gefolgt werden
- Die Lautstärke der eigenen Stimme lässt sich nur schwer anpassen
- Begleitend treten Ohrgeräusche (Tinnitus) oder ein Völlegefühl im Ohr auf
Diese Beobachtungen sind weder ein Hörscreening noch eine Hörmessung. Zur Vorbereitung auf die Untersuchung kann festgehalten werden, welche Situationen Schwierigkeiten bereiten, wie die Veränderung aufgefallen ist und wie sie die alltägliche Kommunikation beeinflusst. Diese Angaben können die klinische Beurteilung unterstützen, ersetzen jedoch keine Hörtests und ermöglichen für sich allein keine Diagnose.
Ohrgeräusche, ein Völlegefühl oder Schwierigkeiten beim Sprachverstehen können bei unterschiedlichen Erkrankungen des Ohrs auftreten. Eine bestimmte Ursache sollte erst dann angenommen werden, wenn die Art der Symptome, die Untersuchungsbefunde und die Hörtests gemeinsam ausgewertet wurden.
Warum ist plötzlicher Hörverlust dringend abklärungsbedürftig
Ein plötzlicher Hörverlust bezeichnet eine unerwartet und rasch bemerkte Abnahme des Hörvermögens. Da Ohrenschmalz oder andere Veränderungen im Mittelohr einen ähnlichen Eindruck hervorrufen können, ist eine eigenständige Unterscheidung durch Betroffene nicht zuverlässig. Die Abklärung erfolgt durch eine Untersuchung und die erforderlichen Hörtests.
Eine plötzliche Hörveränderung ist deshalb bedeutsam, weil der Zeitpunkt der ärztlichen Beurteilung bei manchen Ursachen die Behandlungsplanung beeinflussen kann. Ohne Untersuchung lassen sich jedoch weder die Art und Ursache des Hörverlusts noch eine mögliche Behandlung bestimmen. Kortikosteroide können in bestimmten klinischen Situationen ärztlich in Betracht gezogen werden. Die Entscheidung, ein Medikament zu beginnen oder abzusetzen, seine Dosis zu verändern oder eine Anwendungsform zu wählen, darf jedoch nicht eigenständig getroffen werden.
Nicht jedes plötzlich bemerkte Gefühl eines verstopften Ohrs weist auf dieselbe Erkrankung hin. Gehörgang, Trommelfell und Mittelohr müssen untersucht werden; anschließend sind bei Bedarf objektive Hörmessungen erforderlich. Dieses Vorgehen ermöglicht es, verschiedene Ursachen im klinischen Zusammenhang voneinander abzugrenzen, anstatt die Symptome vorschnell einer einzigen Verdachtsdiagnose zuzuordnen.
Bei ausgeprägten oder sich rasch verschlechternden Beschwerden ist unverzüglich eine medizinische Einrichtung aufzusuchen.
Wie wird Hörverlust diagnostiziert
Die Diagnose eines Hörverlusts beruht auf der gemeinsamen Auswertung der Krankengeschichte, der Ohruntersuchung und geeigneter objektiver Tests. Die Tests helfen nicht nur festzustellen, ob das Hörvermögen vermindert ist, sondern auch, den möglichen Ort der Beeinträchtigung und ihre Auswirkungen auf die Kommunikation zu verstehen. Nicht alle Tests sind bei jeder Person erforderlich.
Bei der Untersuchung werden der Gehörgang, das Trommelfell und die erkennbaren Befunde des Mittelohrs beurteilt. Dabei können Ohrenschmalz, Veränderungen des Trommelfells oder Hinweise auf Erkrankungen des Mittelohrs festgestellt werden; ihre Auswirkungen auf das Hören werden bei Bedarf zusammen mit den Messergebnissen beurteilt.
Zu den wesentlichen Untersuchungsmethoden gehören:
- Reintonaudiometrie (Audiometrie): Sie erfasst die Reaktionen auf Töne unterschiedlicher Frequenzen. Die ermittelten Hörschwellen liefern klinische Informationen über den Grad und die Art des Hörverlusts.
- Sprachaudiometrie: Sie beurteilt, wie gut Wörter gehört und unterschieden werden. Die Ergebnisse werden zusammen mit den alltäglichen Kommunikationsbedürfnissen und weiteren Hörmessungen betrachtet.
- Tympanometrie: Sie misst die Reaktion des Trommelfells und des Mittelohrsystems auf Druckveränderungen. Die Ergebnisse können zur Beurteilung verschiedener Veränderungen, einschließlich Flüssigkeit im Mittelohr, beitragen; allein ermöglichen sie keine sichere Diagnose.
- Otoakustische Emissionen (OAE) und ABR: Diese Tests können objektive Informationen über bestimmte Funktionen des Innenohrs und der Hörbahn liefern. Welcher Test erforderlich ist, richtet sich nach dem Alter, der Fähigkeit zur Mitarbeit und der klinischen Fragestellung.
- Bildgebung: In ausgewählten Fällen können eine MRT oder CT zur Beurteilung des Innenohrs, des Hörnervs oder der umgebenden Strukturen angefordert werden.
Die Testergebnisse werden nicht isoliert, sondern im Zusammenhang miteinander und mit den Untersuchungsbefunden interpretiert. Während beispielsweise die audiometrischen Hörschwellen das Hörvermögen abbilden, liefert die Sprachaudiometrie zusätzliche Informationen zum Sprachverstehen. Die Tympanometrie ergänzt diese Befunde um Angaben zum Funktionszustand des Mittelohrs.
Behandlungsmöglichkeiten bei Hörverlust
Die Behandlung eines Hörverlusts wird entsprechend seiner Art und seinem Ausmaß, der zugrunde liegenden Erkrankung und den individuellen Kommunikationsbedürfnissen geplant. Keine einzelne Methode ist für alle Formen des Hörverlusts geeignet. Der mögliche Nutzen, die Grenzen und die Risiken einer medizinischen Behandlung, eines operativen Eingriffs oder hörunterstützender Maßnahmen werden individuell beurteilt.
Bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit richtet sich das Vorgehen nach der bei der Untersuchung festgestellten Ursache:
- Ohrenschmalzpfropf: Wenn ärztlich für erforderlich gehalten, kann er mit einer geeigneten Methode entfernt werden. Eine mögliche Veränderung des Hörvermögens hängt vom Ausmaß der Verstopfung und davon ab, ob zusätzlich eine weitere Hörstörung besteht. Die Grenzen und möglichen Risiken des Verfahrens werden individuell besprochen.
- Flüssigkeit im Mittelohr oder infektionsbedingte Erkrankungen: Je nach Untersuchungsbefund können ärztliche Verlaufskontrollen, eine medikamentöse Behandlung oder interventionelle Maßnahmen in Betracht kommen. Medikamente werden nicht ohne ärztliche Entscheidung verändert oder abgesetzt.
- Operationen am Trommelfell und Mittelohr: Bei ausgewählten Erkrankungen des Trommelfells oder der Gehörknöchelchen können eine Tympanoplastik oder andere Eingriffe am Mittelohr erwogen werden. Eine Verbesserung des Hörvermögens lässt sich nicht garantieren; Risiken, Grenzen und Alternativen der Operation werden vor der Entscheidung gemeinsam besprochen.
Bei sensorineuralem Hörverlust kann der Schwerpunkt darauf liegen, das vorhandene Hörvermögen und die Kommunikation zu unterstützen:
- Prüfung einer Hörgeräteversorgung: Die Entscheidung beruht nicht allein auf den Dezibelwerten im Audiogramm. Die Art des Hörverlusts, das Sprachunterscheidungsvermögen, die alltäglichen Hörsituationen und die persönlichen Erwartungen werden gemeinsam beurteilt. Der mögliche Nutzen eines Hörgeräts ist individuell unterschiedlich.
- Cochlea-Implantat: Dies ist eine operative Möglichkeit für ausgewählte Personen, bei denen ein Hörgerät voraussichtlich keinen ausreichenden Hörnutzen bietet. Das Verfahren beruht auf der Stimulation des Hörnervs über ein im Innenohr eingesetztes Elektrodensystem. Die mit dem Eingriff und dem Implantat verbundenen Risiken, Grenzen und erwarteten Vorteile sind Teil der individuellen Eignungsbeurteilung.
Bei Kindern werden Erkrankungen des Mittelohrs unter Berücksichtigung des Alters, des Entwicklungsstands und der objektiven Testergebnisse beurteilt. Beobachtungen der Eltern können für die Vorbereitung auf die Untersuchung hilfreich sein, ersetzen jedoch weder die Diagnose noch die Messungen. Allgemeine Informationen dazu finden sich unter Mittelohrentzündung bei Kindern.
Vergleich der Formen des Hörverlusts
Die Formen des Hörverlusts lassen sich vergleichen, um die betroffenen anatomischen Bereiche und das Vorgehen bei der Untersuchung zu verstehen. Aus den Symptomen allein lässt sich jedoch keine Diagnose ableiten. Auch die Merkmale in der Tabelle ermöglichen für sich genommen keine Diagnose. Da bei einer Person mehrere Mechanismen vorliegen können, beruht die Einteilung auf der gemeinsamen Auswertung der Untersuchung und der Hörtests.
| Beurteilungsbereich | Schallleitungsschwerhörigkeit | Sensorineuraler Hörverlust | Kombinierter Hörverlust |
|---|---|---|---|
| Betroffener anatomischer Bereich | Außen- oder Mittelohr | Innenohr oder mit dem Hörnerv verbundene Hörbahnen | Gleichzeitige Beeinträchtigung der Schallleitung und der sensorineuralen Bereiche |
| Ärztlich zu prüfende mögliche Ursachen | Ohrenschmalz, Flüssigkeit im Mittelohr, Veränderungen des Trommelfells oder der Gehörknöchelchen | Altersbedingte Veränderungen, Lärmbelastung, Medikamente oder genetische Merkmale | Gleichzeitiges Vorliegen von Ursachen für beide Mechanismen |
| Klinische Beurteilung | Untersuchung, Audiometrie und Messungen der Mittelohrfunktion werden gemeinsam ausgewertet | Audiometrie, Tests zum Sprachunterscheidungsvermögen und bei Bedarf ergänzende Untersuchungen werden beurteilt | Das Ausmaß beider Komponenten wird jeweils gesondert untersucht |
| Behandlungsansatz | Je nach zugrunde liegender Erkrankung können medizinische oder operative Möglichkeiten geprüft werden | Möglichkeiten zur Unterstützung des Hörvermögens können geprüft werden | Für beide Komponenten kann ein individuell abgestimmter Plan erstellt werden |
| Grenzen der Ergebnisaussage | Die Veränderung hängt von der Ursache und den begleitenden Befunden ab | Verlauf und mögliche Unterstützung sind individuell unterschiedlich | Die Komponenten können unterschiedlich auf die Behandlung ansprechen |
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zum Hörverlust helfen dabei, den Ablauf der Abklärung zu verstehen, statt aus Symptomen eine Diagnose abzuleiten. Ob sich das Hörvermögen verbessert, eine Operation erforderlich ist oder ein Hörgerät geeignet erscheint, lässt sich nicht allein aus der Bezeichnung des Hörverlusts bestimmen. Die Antworten werden anhand der Untersuchung, der audiologischen Messungen und der alltäglichen Kommunikationsbedürfnisse individuell eingeordnet.
Kann sich ein Hörverlust zurückbilden?
Ob sich eine Hörveränderung zurückbilden kann, hängt von der Art und Ursache des Hörverlusts sowie von begleitenden Ohrbefunden ab. Bei manchen Schallleitungsstörungen kann eine Besserung erreicht werden, während andere Formen des Hörverlusts dauerhaft bestehen können. Ein Hörgerät oder Cochlea-Implantat kann bei bestimmten Personen die Kommunikation unterstützen; ein ausgeprägtes oder dauerhaftes Ergebnis lässt sich nicht garantieren.
Erfordert Hörverlust immer eine Operation?
Nein. Eine Operation ist eine von mehreren Möglichkeiten und kommt nur bei bestimmten Erkrankungen des Trommelfells oder Mittelohrs sowie in ausgewählten Fällen eines fortgeschrittenen Hörverlusts in Betracht. Je nach klinischem Befund können auch ärztliche Verlaufskontrollen, eine medikamentöse Behandlung oder die Prüfung einer Hörgeräteversorgung infrage kommen. Die Entscheidung wird nach der Untersuchung und Auswertung der Testergebnisse getroffen.
Ist plötzlicher Hörverlust ein Notfall?
Eine plötzlich bemerkte Hörminderung erfordert eine ärztliche Beurteilung, da Betroffene die Ursache selbst nicht zuverlässig unterscheiden können und der Zeitpunkt der Abklärung die Behandlungsplanung beeinflussen kann. Bei ausgeprägten oder sich rasch verschlechternden Beschwerden ist unverzüglich eine medizinische Einrichtung aufzusuchen. Medikamente dürfen nicht eigenständig begonnen und bestehende Medikamente nicht ohne ärztliche Rücksprache verändert werden.
Ab welchem Grad des Hörverlusts ist ein Hörgerät erforderlich?
Die Entscheidung für ein Hörgerät hängt nicht allein von einem bestimmten Dezibelwert ab. Die Art des Hörverlusts, die Hörschwellen bei unterschiedlichen Frequenzen, das Sprachunterscheidungsvermögen, die alltäglichen Kommunikationssituationen und die individuellen Bedürfnisse werden gemeinsam beurteilt. Deshalb können sich auch bei gleichen Messwerten unterschiedliche Behandlungspläne ergeben.
Sind Ohrgeräusche ein Anzeichen für Hörverlust?
Ohrgeräusche (Tinnitus) können zusammen mit einem Hörverlust auftreten, weisen allein jedoch weder auf eine bestimmte Form des Hörverlusts noch auf eine bestimmte Erkrankung hin. Die Eigenschaften der Ohrgeräusche, die Ohruntersuchung und die Hörmessungen werden gemeinsam beurteilt. Beobachtungen zu Hause ermöglichen keine Diagnose. Für die Vorbereitung auf die Untersuchung kann es jedoch hilfreich sein, festzuhalten, wann und unter welchen Umständen die Ohrgeräusche bemerkt wurden.
Lässt sich lärmbedingter Hörverlust verhindern?
Eine geringere Lärmbelastung und die Verwendung eines geeigneten Gehörschutzes können zum Schutz des Gehörs beitragen. Das persönliche Risiko hängt von den Eigenschaften des Schalls, den Bedingungen der Lärmeinwirkung und individuellen Merkmalen ab. Schutzmaßnahmen bei der Verwendung von Kopfhörern oder am Arbeitsplatz sollten anhand der jeweiligen Umgebungsbedingungen und nicht auf Grundlage pauschaler Annahmen geplant werden.
Quellen
Da für diesen Text keine anhand konkreter Dokumente überprüften externen Quellen vorliegen, wurden die Startseiten von Institutionen nicht als Quellen aufgeführt.
Dieser Inhalt dient der Information; für Diagnose und Behandlung ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich.
Häufige Fragen
Erfordert Hörverlust immer eine Operation?
Nein. Eine Operation ist eine von mehreren Möglichkeiten und kommt nur bei bestimmten Erkrankungen des Trommelfells oder Mittelohrs sowie in ausgewählten Fällen eines fortgeschrittenen Hörverlusts in Betracht. Je nach klinischem Befund können auch ärztliche Verlaufskontrollen, eine medikamentöse Behandlung oder die Prüfung einer Hörgeräteversorgung infrage kommen. Die Entscheidung wird nach der Untersuchung und Auswertung der Testergebnisse getroffen.
Ist plötzlicher Hörverlust ein Notfall?
Eine plötzlich bemerkte Hörminderung erfordert eine ärztliche Beurteilung, da Betroffene die Ursache selbst nicht zuverlässig unterscheiden können und der Zeitpunkt der Abklärung die Behandlungsplanung beeinflussen kann. Bei ausgeprägten oder sich rasch verschlechternden Beschwerden ist unverzüglich eine medizinische Einrichtung aufzusuchen. Medikamente dürfen nicht eigenständig begonnen und bestehende Medikamente nicht ohne ärztliche Rücksprache verändert werden.
Ab welchem Grad des Hörverlusts ist ein Hörgerät erforderlich?
Die Entscheidung für ein Hörgerät hängt nicht allein von einem bestimmten Dezibelwert ab. Die Art des Hörverlusts, die Hörschwellen bei unterschiedlichen Frequenzen, das Sprachunterscheidungsvermögen, die alltäglichen Kommunikationssituationen und die individuellen Bedürfnisse werden gemeinsam beurteilt. Deshalb können sich auch bei gleichen Messwerten unterschiedliche Behandlungspläne ergeben.
Sind Ohrgeräusche ein Anzeichen für Hörverlust?
Ohrgeräusche (Tinnitus) können zusammen mit einem Hörverlust auftreten, weisen allein jedoch weder auf eine bestimmte Form des Hörverlusts noch auf eine bestimmte Erkrankung hin. Die Eigenschaften der Ohrgeräusche, die Ohruntersuchung und die Hörmessungen werden gemeinsam beurteilt. Beobachtungen zu Hause ermöglichen keine Diagnose. Für die Vorbereitung auf die Untersuchung kann es jedoch hilfreich sein, festzuhalten, wann und unter welchen Umständen die Ohrgeräusche bemerkt wurden.
Lässt sich lärmbedingter Hörverlust verhindern?
Eine geringere Lärmbelastung und die Verwendung eines geeigneten Gehörschutzes können zum Schutz des Gehörs beitragen. Das persönliche Risiko hängt von den Eigenschaften des Schalls, den Bedingungen der Lärmeinwirkung und individuellen Merkmalen ab. Schutzmaßnahmen bei der Verwendung von Kopfhörern oder am Arbeitsplatz sollten anhand der jeweiligen Umgebungsbedingungen und nicht auf Grundlage pauschaler Annahmen geplant werden.
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